Bushaltestelle am Gehweg (Fahrbahnrand)
Anwendungsbeispiel Haltestellen
wie im Handbuch

wie im Handbuch

z. B. großformatige Betonplatten ohne Fase, Farbe erdbraun. Dieser Bereich muss frei von Hindernissen sein.
Material: Naturpflasterstein oder Betonpflasterstein mit Fase. Pflasterkante kann als Leitfunktion genutzt werden.
RASt 06 (2006) - Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen
EFA (2002) - Empfehlungen für Anlagen des Fußgängerverkehrs
EAÖ (2003) - Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs
ERA (2010) - Empfehlungen für Radverkehrsanlagen
R-FGÜ (2001) - Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen
DIN 32984 (2011-10) - Bodenindikatoren im öffentlichen Raum
Herstellerempfehlungen:
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Randeinfassungen:
Rundbordstein, Hochbord-Eckstein - Heinrich Klostermann GmbH + Co. KG Betonwerke Barrierefreie Querungsborde - Profilbeton GmbH Busbordstein - Profilbeton GmbH Hochborde in weiß - Hermann Meudt Betonsteinwerk GmbH |
Kurzerläuterungen
Diese Haltstellenform wird weitgehend am geraden Fahrbahnrand angeordnet, um eine parallele An- und Abfahrt der Niederflurbusse zu gewährleisten. Damit entfällt auch das Überstreichen der Haltestellenfläche mit dem Fahrzeugüberhang. Sollte diese Linienführung nicht möglich sein, dann ist der Bogenradius so zu wählen, dass ein barrierefreies Ein- und Aussteigen ermöglicht wird. Das heißt, der Niederflurbus darf nicht schräg zum Halten kommen, so dass die ein- und aussteigenden Fahrgäste nicht auf die Fahrbahn treten müssen und Personen mit Rollstühlen unbehindert vom Verkehrsmittel auf den Seitenraum gelangen. Die ERÖ weist darauf hin, dass die Längsneigung in Haltestellen bei Straßenbahnen nach Angaben der BOStrab max. 4 % nicht übersteigen soll und bei Bushaltestellen 5 %.
Die Abmessungen der angegebenen Profilsteine im LEITdetail 41 ermöglichen ein direktes Anfahren an die Bus-Bordsteinkante. Dadurch entsteht nur ein sehr geringer Abstand (Spaltbreite) vom Niederflurbus zur Fahrbahnkante und eine geringe Einstiegshöhe (Reststufenhöhe). Niederflurbusse mit "Kneeling"-Technik unterstützen einen weitgehenden niveaugleichen Zugang für die Fahrgäste.
Nachteile an dieser Haltestellenform können entstehen, wenn Kraftfahrzeuge unmittelbar in der Nähe der Haltestelle parken und dadurch das direkte Anfahren zur Bus-Bordsteinkante verhindern. Mit der Anordnung einer gesicherten Fußgängerüberquerung durch eine Ampelanlage oder über einen Zebrastreifen - einschließlich einer Querungshilfe mit Mittelinsel - kann dieser Nachteil gemindert werden, weil diese Verkehrsanlagen ein anliegendes Parken verhindern.
An diesem Beispiel wurde der Oberflächenbelag des Gehweges mit Pflasterklinker gewählt. Besonders im norddeutschen Raum wird dieses Material vorwiegend verwendet. Die rötlichen Farbnuancen des Umgebungsbelages zu den weißen Bodenindikatoren ergeben einen ausreichenden Kontrast, die nach DIN 32975 (12-2009) einen k-Wert von > 0,4 aufweisen. Demzufolge kann ein zusätzlicher kontrastierender Begleitstreifen oder Begleitfläche entfallen. Von Bedeutung ist aber, das im Bereich der profilierten Bodenindikatoren diese Klinkersteine scharfkantig sein müssen (ohne Fase), damit die Tastbarkeit der Rippen bzw. Noppen garantiert wird (hier dargestellt als Fläche ohne Fugen).
Hinweis zu Straßenbahnhaltestellen:
Nach DIN 32984 (2011-10) gilt die Anordnung der Auffindestreifen auch für Straßenbahnhaltestellen.
Zeichenerklärung
| Die Zahlen verweisen auf eine Kurzbeschreibung im gesonderten Textfeld | |
| Das Symbol öffnet ein Beispiel von der Originalvorlage eines LEITdetails |








