Richtlinien für barrierefreies Planen und Bauen
im öffentlichen Verkehrsraum (Stand Januar 2015)

Der Entwurf und die Bauausführung von barrierefreien Verkehrsanlagen sind in zahlreichen technischen Vorschriften, Richtlinien und Standards geregelt. Die Regelwerke sind nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik ausgerichtet und verdeutlichen den aktuellen Stand der Technik. Sie vermitteln die erforderliche Theorie zur praktischen Ausführung. Bei der Anwendung der Regelwerke ist jedoch stets auf den aktuellen Wissensstandsstand zu achten. Dies bedeutet aber auch eine permanente Fortbildung, um die ständige Weiterentwicklung des Standes der Technik rechtzeitig berücksichtigen zu können.

Bei Abweichungen von den Regelwerken muss stets die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet sein. Deshalb ist soviel Sachverstand erforderlich, dass er die Verantwortung für sein Handeln selbst übernehmen kann.


Technische Regelwerke

Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen (FGSV)

In der Bundesrepublik Deutschland werden die Richtlinien von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) entwickelt und vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit einem Runderlass eingeführt. In den jeweiligen Regelwerken sind allerdings nur Teilaspekte der Barrierefreiheit behandelt, daher sind die entsprechenden Normen der Barrierefreiheit in der Planung und Bauausführung mit einzubeziehen.

 

 Die Regelwerke lassen sich in die vier Kategorien mit abgestufter Bedeutung einteilen:

  • Regelwerk R1 ►besitzen bei Vertragsvereinbarungen eine hohe Verbindlichkeit (Richtlinien)
  • Regelwerk R2 ►empfehlen ihre Anwendung als Stand der Technik (Merkblätter und Empfehlungen)
  • Wissensdokument W1 ► geben aktuellen Wissensstand innerhalb der FGSV-Gremien wieder (Hinweise)
  • Wissensdokument W2 ► geben Auffassung eines einzelnen FGSV-Gremiums wieder (Arbeitspapiere)

RASt 06 - Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen, Ausgabe 2006
- enthält zahlreiche Regelungen über Nutzungsansprüche von mobilitätsbehinderten Menschen im Verkehrsraum (z.B. Gehwegbreiten, Bordabsenkungen)

EFA - Empfehlungen für Anlagen des Fußgängerverkehrs, Ausgabe 2002
- beinhaltet relevante Entwurfselemente des Fußgängerverkehrs (z.B. Einrichtungen und deren Abmessungen für das Überqueren der Fahrbahn)

EAR - Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs, Ausgabe 2005
- umfasst Entwurfsmerkmale von Parkflächen, sie einwandfrei einzuordnen, benutzerfreundlich und barrierefrei auszustatten

EAÖ - Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs, Ausgabe 2013
- vermittelt umfassende und übersichtliche Darstellung aller für den ÖPNV relevanten Entwurfsdaten für die Planungsarbeit

R-FGÜ - Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen, Ausgabe 2001
- legt die Ausstattung fest für das Überqueren der Straße mit Zebrastreifen

RiLSA - Richtlinien für Lichtsignalanlagen - Lichtzeichenanlagen für den Straßenverkehr, Ausgabe 2015
Die Richtlinien enthalten grundlegende verkehrstechnische Bestimmungen und Empfehlungen für die Einrichtung und für den Betrieb von Lichtsignalanlagen. Sie wurde an die neue StVO angepasst und als Ausgabe 2015 herausgegeben. Die Ausgabe 2015 der RiLSA ersetzt die Ausgabe 2010.
Download Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei 7 Seiten)

ERA - Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, Ausgabe 2010
- ersetzt die ERA 95, Ausgabe 1995, und die "Hinweise zur Beschilderung von Radverkehrsanlagen"
nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur StVO, Ausgabe 1998.
Download Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei 6 Seiten)

H VÖ - Hinweise für den Entwurf von Verknüpfungsanlagen des öffentlichen Personennahverkehrs, Ausgabe 2009
- ersetzt die Ausgabe "Empfehlung für Planung, Bau und Betrieb von Busbahnhöfen" Ausgabe 1994

H BVA - Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen, Ausgabe 2011
- vertieft nach dem aktuellen Wissensstand die notwendigen Anforderungen an barrierefreien Verkehrsanlagen. Darin werden neben der Konkretisierung höherrangiger FGSV-Regelwerke, wie z. B. der RASt 06, der EAÖ oder den ERA, im Hinblick auf Barrierefreiheit, hauptsächlich Festlegungen von Leitlinien nach den Prinzipien im "Design für Alle" Bewertungs- und Orientierungshilfen aufgezeigt. Die H BVA ist keine Richtlinie zur Entwurfsgestaltung und vermittelt keine konkreten Planungsdetails!

Eine Zusammenstellung aller Technischen Regelwerke befindet sich im Verlagsverzeichnis des FGSV Verlags.

DIN-Normen

Deutsches Institut für Normung

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) erarbeitet Normen und Standards als Dienstleistung für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Durch die Verweisung auf Normen kann der Gesetzgeber zudem wesentlich flexibler auf Änderungen im Stand der Technik reagieren. Bindend werden Normen nur dann, wenn sie Gegenstand von Verträgen zwischen Parteien sind oder wenn der Gesetzgeber ihre Einhaltung zwingend vorschreibt. Normen sind eindeutige (anerkannte) Regeln, daher bietet der Bezug auf Normen in Verträgen Rechtssicherheit. Im Rechtsstreit billigt ein Richter der DIN-Norm regelmäßig den "Beweis des ersten Anscheins" zu. Eine widerlegbare Rechtsvermutung (Beweislastumkehr).
(Quelle: www.din.de)

Die auf konsensbasis bestehenden Normenausschüsse, wie der Normenausschuss Bauwesen (NABau), erarbeiten Normen für barrierefreie Gestaltung von Verkehrsräumen (z.B. DIN 18040-1). Der Normenausschusses Medizin (NAMed) steht für den Bereich der Verkehrsraumplanung in Relevanz (z.B. DIN 32975). Diese Normausschüsse definieren die technischen Voraussetzungen für die Einhaltung von Barrierefreiheit.

DIN 32975, Ausgabe 2009-12
Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung

DIN 32977-1, Ausgabe 1992-07
Behinderungsgerechtes Gestalten; Begriffe und allgemeine Leitsätze

DIN 32984, Ausgabe 2011-10
Bodenindikatoren im öffentlichen Raum
Ersatz für DIN 32984 (2000-05) und E DIN 32984 (2010-02)

Historische Kurzinfo:
Die erste Ausgabe der DIN 32984 erschien im Mai 2000, daran wurde ungefähr 10 Jahre lang gearbeitet. Ab 2005 bis 2011 wurde auf Anregung des DBSV um eine Novellierung dieser Norm gerungen. Dazu wurden im vorab vereinzelt die neuen Anforderungen an Bodenindikatoren veröffentlicht und die E DIN 32984 (2010-02) herausgegeben. Auf diesen Entwurf gab es eine rege Beteiligung mit 135 Seiten von Einsprüchen. Der zuständige DIN-Normenausschuss hat nach
1 ½ jähriger Arbeit komplizierte Änderungsvorschläge aus den verschiedenen öffentlichen Bereichen geprüft und unter Einbeziehung vieler unterschiedlicher Kompetenzen diese Norm fertig gestellt. Hierzu gibt es sicherlich zu den bisherigen Leitfäden einzelner Kommunen und Länderinstitutionen Dissense. Es ist aber von enormer Wichtigkeit, dass im Interesse der blinden und sehbehinderten Menschen die Empfehlungen aus der DIN übernommen werden, auch wenn sie nicht ganz der eigenen Ansicht entsprechen. Es geht darum, im gesamten Bundesgebiet Barrierefreiheit in die Realität umzusetzen, die mit dem Erfordernis der Einheitlichkeit für die Zukunft zwingend notwendig ist. mehr »
(siehe PDF-Anlage DIN 32984) DIN-32984 Inhaltsverzeichnis
Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 32981, Ausgabe:2015-10
Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen an Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) - Anforderungen

Zum Inhalt:
Diese Norm legt Anforderungen an taktile und akustische Einrichtungen bei ortsfesten Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) und Fußgängerfurten im öffentlichen Straßenraum in Verbindung mit den Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA 2015) fest. Diese Zusatzsignale ermöglichen für blinde und sehbehinderte Menschen eine sichere und ungehinderte Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr. Diese DIN gilt auch bei Anforderungen blinder und sehbehinderter Menschen für transportable Lichtsignalanlagen.
Ersatz für: DIN 32981 (2002-11)
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Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 32986, Ausgabe 2015-01
Taktile Schriften und Beschriftungen- Anforderungen an die Darstellung und Anbringung von Braille- und erhabener Profilschrift

Zum Inhalt:
Die Beschriftung von beispielsweise Handläufen, Türen, Aufzugstableaus, Bedienelementen sowie von Lageplänen, Reliefs und Modellen im Außenbereich mit Braille- und erhabener Profilschrift sowie Piktogrammen dient der Wegeleitung und Orientierung von blinden und sehbehinderten Personen in Verkehrsanlagen und öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie in Gemeinschaftseinrichtungen von Wohnanlagen. Diese Norm legt Anforderungen und Maße für die Brailleschrift (Blindenschrift) und erhabene Profilschrift zur Verwendung im Innen- und Außenbereich fest. Sie regelt die Gestaltung und Anordnung der Informationselemente, damit blinde und sehbehinderte Menschen diese Informationen flüssig erkennen, lesen und interpretieren können.
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Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 18040-3, Ausgabe 2014-12
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen
Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum

- Der 3. Teil der DIN 18040 komplettiert die beiden anderen Normteile zum barrierefreien Bauen von Teil 1 und Teil 2.

Diese Norm beinhaltet Grundlagen für die Planung, Ausführung und Ausstattung von barrierefreien Verkehrs- und Außenanlagen im öffentlich zugänglichen Verkehrs- und Freiraum und enthält neben allgemeinen Planungsanforderungen besondere Planungsanforderungen an die barrierefreie Gestaltung von Verkehrs- und Außenanlagen. Sie gibt darüber hinaus Hinweise für die barrierefreie Gestaltung von Außenanlagen, die nicht öffentlich zugänglich sind.
Der Teil 3 ersetzt die DIN 18024-1 von 1974 und 1998
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Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

DIN 18040-02, Ausgabe 2011-09
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen
Teil 2: Wohnungen

- Der 2. Teil von DIN 18040 gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung von Wohnungen, Gebäuden mit Wohnungen und deren Außenanlagen, die der Erschließung und wohnbezogenen Nutzung dienen. Die DIN führt auf, unter welchen technischen Voraussetzungen Gebäude und bauliche Anlagen barrierefrei sind. Darin sind berücksichtigt die Bedürfnisse von Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung oder motorischen Einschränkungen sowie von Personen, die Mobilitätshilfen und Rollstühle benutzen.

Im Gegensatz sind die DIN 18025-1: 1992-12 und DIN 18025-2: 1992-12 zurückgezogenen.

DIN 18040-01, Ausgabe 2010-10
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen
Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude

-Teil 1 gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung von öffentlich zugänglichen Gebäuden mit den dazugehörigen Außenanlagen, die für die Nutzung durch die Öffentlichkeit vorgesehen sind. Diese Norm will sicherstellen, dass über technische Voraussetzungen an Gebäuden und anderen baulichen Anlagen allen Personen eine selbstbestimmbare, unabhängige und selbstständige Nutzung ermöglicht wird, die auch Personen mit sensorischen Anforderungen Rechnung tragen sollen.
Im Gegensatz zur zurückgezogenen DIN 18024-2:1996-11 werden Arbeitsstätten in dieser Norm nicht mehr geregelt.
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Weitere Einzelheiten zum Inhalt siehe: www.beuth.de

E DIN 18030, Ausgabe 2006-01
Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen, Normentwurf
- Diese Norm sollte alle barrierefreie Normen zusammenfassen und damit DIN 18024 und DIN 18025 ersetzen. Der Entwurf wurde 2006 vorgelegt, stieß auf erheblichen Einspruch und wurde wieder zurückgezogen.

DIN-Normen können beim Beuth-Verlag bestellt werden.

Gesetzlichen Bestimmungen

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
vom 23. Mai 1949 (BGBl. S. 1), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23.12.2014 (BGBl. I S. 2438) www.bundestag.de

Im Grundgesetz ist der Gleichbehandlungsgrundsatz für Menschen mit Behinderungen im Artikel 3 Absatz 3 geregelt. Dem Gedanken der Barrierefreiheit wird vertieft mit dem Satz 2: Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden.

Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) - Rehabilitation und Teilhabe
behinderter Menschen

(Artikel 1 des Gesetzes vom 19.6.2001, BGBl. I S. 1046) www.gesetze-im-internet.de

Im Neunten Buch Sozialgesetzbuch Teil 1 (SGB IX) bezieht sich die Definition der Behinderung auf den § 2 Abs. 1 "Regelungen für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen".
Darin steht: "Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist."

Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG)
vom 27. April 2002 (BGBl. I S. 1467, 1468), zuletzt geändert durch Abschnitt 2 des Gesetzes vom 19. Juli 2016 (BGBl. I S. 1757 www.gesetze-im-internet.de

Seit dem 1. Mai 2002 ist das BGG in Kraft. Es regelt vorrangig die Gleichstellung behinderter Menschen im Bereich des öffentlichen Rechts, soweit der Bund zuständig ist. Darin wird aufgeführt die Beseitigung einer Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen bzw. diese zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen. Über bundeslandeigene Landesgleichstellungsgesetze wird die Umsetzung der gleichen Inhalte auf Landesebene erstellt.

Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)
Seit dem 01.04. 2013 ist eine Neufassung der StVO in Kraft getreten. Verkündigungsbezeichnung: "Straßenverkehrs-Ordnung vom 6. März 2013 (BGBl. I S. 367)" Neufassung gem. V v. 6.3.2013 I 367, in Kraft getreten am 1.4. 2013 www.gesetze-im-internet.de

Weitere Einzelheiten sind zu finden auf der Internetseite des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter: www.bmvbs.de

Die StVO ist im Zusammenhang mit der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) vom 22. Oktober 1998, in der Fassung vom 17. Juli 2009 zu betrachten. www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de

Beispiel aus der StVO über die Regelung des Querverkehrs zwischen Radweg und Fußgängerüberweg am kleinen Kreisverkehr
Kurzinhalt:
  • regelt das Verhalten und die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr z.B. Allgemeine Verkehrsregeln über die Geschwindigkeit von Fahrzeugen, das Überholen, die Vorfahrt, das Abbiegen, das Halten und Parken, Verhalten bei Öffentlichen Verkehrsmitteln
  • umfasst Verhaltungsregeln für Fußgänger, Radfahrer, Personen mit besonderen Fortbewegungsmitteln (z.B. Rollstuhl)
  • beinhaltet Voraussetzungen für die Anlage von Fußgängerüberwegen (FGÜ)
  • enthält Verkehrsregelungen für den Kreisverkehr
  • ordnet die Klassifizierung der Verkehrszeichen und andere Verkehrseinrichtungen

Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab)
vom 11. Dezember 1987 (BGBl. I S. 2648), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 8. November 2007 (BGBl. I S. 2569)

Diese Verordnung enthält Regelungen für den Bau und Betrieb der Straßenbahnen im Sinne des § 4 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG).
Diese VO gilt für

  • Straßenabhängige Bahnen (Straßenbahnen im öffentlichen Verkehrsraum)
  • Unabhängige Bahnen (Hoch- und Untergrundbahnen, Schwebebahnen)
Maßgebend für den Außenbereich gelten besonders die Angaben im § 31 über die Vorschriften zu Haltestellen www.gesetze-im-internet.de

Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft)
vom 21. Juni 1975 (BGBl. I S. 1573), zuletzt geändert durch Artikel 483 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) www.gesetze-im-internet.de

Die Verordnung gilt für Unternehmen, die Fahrgäste mit Kraftfahrzeugen oder Obussen befördern,
soweit sie den Vorschriften des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) unterliegen.
Für die Planung im Außenbereich sind besonders folgende Abschnitte bedeutungsvoll:
§ 32 Haltestellen – Liniennummer, Name des Unternehmen etc.
§ 33 Kennzeichnung und Beschilderung
§ 34 Sitzplätze für behinderte und andere sitzplatzbedürftige Personen
§ 35 Übersicht über Linienverlauf und Haltestellen
§ 36 Ausnahmen für Sonderformen des Linienverkehrs

Personenbeförderungsgesetz (PBefG)
vom 8. August 1990 (BGBl. I S. 1690), Bekanntmachung durch Artikel 5 des Gesetzes vom 29. August 2016 (BGBl. I S. 2082)
zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 14 G v. 17.2.2016 I 203

Den Vorschriften dieses Gesetzes unterliegt die entgeltliche oder geschäftsmäßige Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, mit Oberleitungsomnibussen (Obussen) und mit Kraftfahrzeugen.
Ziel im Nahverkehrsplan ist die Erreichbarkeit einer vollständigen Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr von Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder sensorisch eingeschränkte Menschen bis zum 1. Januar 2022. www.gesetze-im-internet.de

Publikationen

Vorgestellt werden Veröffentlichungen, die im Zusammenhang mit dieser Webseite vom
Ingenieurbüro für Barrierefreies Planen und Bauen Fulda verfasst wurden:

Handbuch: IM DETAIL – Taktiles Leitsystem im Verkehrsraum mehr »
Ausgabe 2015 (lieferbar!)

Tiefbau-Forum 02.04.2014, im Congress Center Leipzig "Versorgung – Entsorgung – Oberfläche" Präsentation:
Städtebauliche Anforderungen an Gehwegoberflächen
- Zielsetzung, barrierefreie Mobilität für Alle -
Download PDF-Datei (ca. 9 Mb)

Probleme und Problemlösungen beim Bau von Querungsstellen
(Fachtagung: Barrierefreie Überquerungsstellen vom 05.und 06. Juli 2013 in Fulda)
Download PDF-Datei

Fachhochschule Erfurt – Fakultät Landschaftsarchitektur und Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Thüringen (Fortbildung Oktober 2012)
Thema: Objektplanung - Freiräume für Jung und Alt
Präsentation:
"Barrierefreie Gestaltung im öffentlichen Raum - Einheitlicher Qualitätsstandard für ALLE!"
Download PDF-Datei (4 Mb)

Handbuch: Barrierefrei im Verkehrsraum - LEITdetails für Planung und Bauausführung
2. Auflage 2012, Update 3013 (nicht mehr lieferbar!)

Freie Universität Bozen - Tagung "Design for All mobile 2010"
Thema: Gestaltung barrierefreier Fußgänger-Querungsanlagen nach den Prinzipien "Design for all" (Oktober 2010)
Download PDF-Datei

Handbuch: Barrierefrei im Verkehrsraum - LEITdetails für Planung und Bauausführung
1. Auflage 2010 (nicht mehr lieferbar!)

2. Nordhessische Verkehrstage
Präsentation:
Gestaltung barrierefreier Querungsstellen - eine Herausforderung an Planung und Bauausführung (Juni 2010)
Download PDF-Datei

Straßenschmutz am Fahrbahnrand
- Problematik bei Querungsanlagen mit Rampenübergängen – (August 2009)
Download PDF-Datei

Gestaltung von Fußgänger-Querungsanlagen und ihre spezifischen Planungsanforderungen
Markt und Praxis - Special - Barrierefreie Verkehrsanlagen
Kirschbaum Verlag GmbH - Straßenverkehrstechnik Heft 5/2009 - (Aktualisierung W. Mühr, Juli 2009)
Download PDF-Datei

Barrierefreie Querungsstellen - brauchbar oder unbrauchbar (Update April 2009)
Im Detail - Einbau von Straßenrandeinfassungen und Bodenindikatoren
Download PDF-Datei


Hersteller barrierefreier Produkte: