![]() Ende der 1960er Jahre machte er Bekanntschaft mit der Bauindustrie und fand schließlich 1972, nach dem Studium an der Ingenieurschule für Bauwesen Gotha, seine Berufung als Tiefbauingenieur. In den ersten 18 Berufsjahren plante er komplexe tiefbautechnische und verkehrliche Erschließungsanlagen in Thüringen. Sein erstes Vorhaben der DDR den Rücken zu kehren, um den politischen Druck und den Zwängen des Regimes zu entgehen, scheiterte. Die Staatsmacht ließ ihn seine ganze Härte spüren, jedoch ohne Erfolg. Im Spätsommer 1989 gelang ihm die Flucht in die Bundesrepublik Deutschland. Seine zweite Wahlheimat fand er mit seiner Familie in der Barockstadt Fulda, für die er die letzten 18 Berufsjahre für das Stadtplanungsamt arbeitete. Hier konnte er sein ganzes Know-how voll einbringen und sich frei entfalten. Zu seinem Schwerpunktgebiet zählten seither die Projektierung von Stadtstraßen, Plätzen und Kreisverkehren. Durch die eigenständige Entwicklung von innovativen Lösungen für neue Verkehrssituationen gelang ihm immer wieder der Blick über den Tellerrand. Erstmals konfrontiert über die Hilflosigkeit ältere Menschen im Straßenraum wurde er durch seine pflegebedürftigen Eltern, die er im hohen Alter zu sich nahm. Aus dieser Lebensweise erlernte er den Umgang mit behindertengerechten Hilfsmitteln im täglichen Leben. Sich mit der Thematik des behindertengerechten Planen und Bauens auseinanderzusetzen war die logische Konsequenz. Für diese Problematik entwickelte er neue Ideen und konnte sie in der Stadt verwirklichen. Sein Wissen von Theorie und Praxis gepaart mit dem kollegialen Umgang von bauausführenden Firmen und Produktherstellern ermöglichten ihm, gemeinsam mit den behinderten Bürgern, die Gestaltung eines neuen Standards von barrierefreien Wegesystemen. Bundesweit eingesetzt werden mittlerweile seine Entwicklungen von tastbaren Bodenindikatoren. Die Vielzahl seiner Entwurfszeichnungen von barrierefreien Anlagen im öffentlichen Verkehrsraum wurden in seiner Komplexität ausgewertet und zu "LEITdetails" zusammengefasst. Im April 2008 gründete er das Ingenieurbüro - Barrierefreies Planen und Bauen Fulda, um seine LEITdetails weiter entwickeln und beratend für die Installationen von barrierefreien Wegesystemen verschiedener Firmen tätig sein zu können. |